Russische Föderation: Staatskonzern für Müllverwertung gegründet

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Bis 2024 sollen 40 neue Abfallverwertungsanlagen entstehen.

Neu ist das Müllproblem in Russland nicht. Gesetzliche Regelungen für eine effektive Abfallwirtschaft wurden in der Vergangenheit zwar angekündigt aber nicht wirklich scharfgeschaltet. Mit dem im Januar 2019 von Präsident Wladimir Putin erlassenen Dekret scheint nun endlich Bewegung in Sachen Abfallwirtschaft zu kommen. 

Präsident Wladimir Putin hat per Dekret die Gründung eines einheitlichen Dienstleisters im Bereich Abfallwirtschaft angeordnet. Die im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft gegründete Organisation namens "Rossijskij Ekologitscheskij Operator" befindet sich in Moskau und steht unter Aufsicht des Umweltministeriums. Zu ihren Hauptaufgaben zählen die kommunale Müllverarbeitung, die Verbesserung der Umweltqualität sowie das Recycling. Bis 2024 sollen 40 neue Abfallverwertungsanlagen entstehen. Dafür erhält das Unternehmen bis zu 60 Mrd. Rubel (790 Mio. Euro) aus dem Staatshaushalt. Die Gesamtinvestition in das neue Projekt wird mit 260 Mrd. Rubel (3,81 Mrd. Euro) beziffert, mehr als 180 Mrd. Rubel davon sollen Privatinvestoren beitragen. 

Weitere Informationen in Landessprache: Rechtsportal der Regierung (RU), RBC (RU)

Thematisch passt diese Meldung gut in das Vorfeld der vom 04.- 06. Juni 2019 im Moskauer Crocus Exhibition Center stattfindenden Umweltmesse WasteTech.