VDMA Abfall- und Recyclingtechnik unterstützt Geschäftsanbahnung 2018 „Portugal – Recycling und Entsorgungstechnik“

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Im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) findet vom 26.11.2018 – 29.11.2018 die Geschäftsanbahnungsreise nach Lissabon und Porto statt. Mit der Durchführung dieses Projekts hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Kölner Unternehmen trAIDe GmbH beauftragt.

Deutschland ist ein wichtiger Handelspartner Portugals. Hinter Spanien und Frankreich ist Deutschland mit einem Anteil von 11,8% des Außenhandels das drittwichtigste Zielland Portugals. Deutsche Importe nach Portugal stehen mit 13% sogar hinter Spanien an zweiter Stelle. Der Außenhandel zwischen Deutschland und Portugal betrug im Jahr 2016 2,2 Milliarden Euro. Die Regierung unter Premierminister Antonio Costa will die verstärkten Investitionen in Forschung und Innovation der letzten Jahre weiter intensivieren und unter anderem die Abfallwirtschaft ausbauen. Für die Zukunft wird angestrebt, Abfälle verstärkt für die Energieerzeugung zu nutzen. Hier bestehen gute Kooperationschancen für deutsche Unternehmen, die sich ihren Wissensvorsprung bei Umwelttechnologien als großen Vorteil zu Nutze machen können. Deutsche Produkte sind in Portugal darüber hinaus generell sehr begehrt und die deutsch-portugiesische Handelsbeziehung wird geschätzt.

Das jährliche Abfallaufkommen Portugals wird mit 453kg pro Einwohner (2012) als sehr hoch eingestuft. Des Weiteren existieren nur wenige Möglichkeiten zur Abfalltrennung und das Abfallverhalten der portugiesischen Bevölkerung gilt im Allgemeinen als verbesserungswürdig. Im Jahr 2014 sammelten mehr als die Hälfte der urbanen Abfallmanagement-Systeme lediglich 10% des Abfallaufkommens. Das Umweltministerium (Ministerio do Ambiente), welches für die Abfallentsorgung verantwortlich ist, setzt hauptsächlich auf Deponien. Momentan werden 63% aller gesammelten Abfälle deponiert, 19% verbrannt, 10% biologisch behandelt und 8% recycelt. Erste Projekte zum geplanten Deponieabbau, der eine Reduzierung aller Abfälle um 35% anstrebt, werden seit Mitte 2016 umgesetzt. Es besteht eine kontinuierliche Nachfrage nach moderner Entsorgungstechnik. Bis zum Jahr 2020 soll ein Anstieg des recycelten Abfalls um mindestens 50% erreicht werden, was das hohe Potenzial im Recyclingsektor widerspiegelt. Verstärkte Investition sollen in diesem Zusammenhang vor allem in mechanische und biologische Behandlungsanlagen getätigt werden.

Bei Projektteilnahme wird in Abhängigkeit der Unternehmensgröße ein Eigenbetrag von 500 EUR bis 1.000 EUR (netto) erhoben, hinzu kommt eine Reisekostenpauschale.

Anmeldung

Anmeldeschluss ist der 31.07.2018. Die Anmeldung zur Teilnahme an der Leistungsschau ist mit der Unterschrift verbindlich.

Weitere Informationen – Programmflyer, Factsheet

Weitere ausführliche Informationen dazu (u.a. Programm und Anmeldeformular) finden Sie auf der Website der trAIDe GmbH.

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