Russland packt Müllproblem an

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Mit der Strategie zur Entwicklung der Müllverarbeitungs-, Müllverwertungs- und Entsorgungsindustrie will die russische Regierung nicht nur die heimischen Entsorgungsprobleme lösen, sondern die dazugehörigen Maschinen und Anlagen selbst produzieren und exportieren.

Die langdiskutierte Strategie zur Entwicklung der Müllverarbeitungs-, Müllverwertungs- und Entsorgungsindustrie ist nun in trockenen Tüchern. Die russische Regierung hat am 25. Januar 2018 eine entsprechende Richtline zur Umsetzung der Strategie bis 2030 herausgegeben.

Mit der Richtlinie will die russische Regierung bis 2030 den Anteil recycelten Abfalls von aktuell knapp 60 Prozent auf 86 Prozent erhöhen. Um das zu erreichen, soll sich die Zahl der Müllverarbeitungsanlagen bis 2030 von derzeit 6 auf 226 steigern. Bei den multifunktionalen Sortieranlagen und Anlangen zur Entsorgung von Industrieabfällen sind bis 2030 je 110 Stück geplant (2016 waren es je 10 Anlagen) und 310 Anlagen die die festen kommunalen Abfälle sortieren sollen. Derzeit sind davon 60 in Betrieb. Zusätzlich sollen 70 Öko-Technoparks entstehen, in denen die Basis für eine grundlegende Lokalisierung der Maschinen und Anlagen zur Abfallverarbeitung und -entsorgung entstehen soll. Der Importanteil soll von aktuell 60% auf ca. 10% reduziert werden. Dementsprechend soll die Produktion bis 2030 zu 90% lokalisiert sein.

Mit dieser Strategie will die russische Regierung langfristig auch das Exportpotential der einheimischen Hersteller steigern.

 

Quelle: http://government.ru/docs/31184/