Offener Brief: Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien für die Wasserstofferzeugung muss ausgewogen sein

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In einem gemeinsamen offenen Brief haben sich nun 7 Verbände – CECOF, CO2 Value Europe, eFuel alliance, Methanol Institute, UPEI, Power to X Allianz und die VDMA Power-to-X for Applications – an die EU Kommission gewandt.

Adressaten des Offenen Briefes sind Director General Ditte Juul Jørgensen (DG Energy), Director General Mauro Petriccione (DG Clima), Director General Henrik Hololei (DG Move) und Director General Kerstin Jorna (DG Grow).


Die Verbände betonen, dass, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen, ein massiver Anstieg der Wasserstoffproduktion erforderlich ist. Für einen erfolgreichen Wasserstoffmarkt mit einem EU-Ziel von 40 GW Elektrolyseur-Kapazität bis 2030 braucht die Branche einen unterstützenden Rechtsrahmen. Der bevorstehende delegierte Rechtsakt über das Prinzip der Zusätzlichkeit für die Erzeugung von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten im Verkehrssektor (Art. 27, RED II) ist von zentraler Bedeutung.

Die Anforderungen zum Nachweis der "Zusätzlichkeit", die allein in der Verantwortung der Wasserstoffhersteller liegen, sind das größte regulatorische Hindernis, das den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff in Europa behindert. Darüber hinaus führen die von der RED II auferlegten Kriterien zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen und Diskriminierungen, die nicht nur die Wasserstoffproduktion, sondern auch die Erzeuger erneuerbarer Energien betreffen. 

Die Verbände haben politische Grundsätze für einen zielgerichteten delegierten Rechtsakt formuliert, die Rechtssicherheit bieten und Anreize für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff und Wasserstoffderivaten schaffen.

Den Brief in englischer Sprache können Sie hier herunterladen